Wie gründet man eigentlich einen Verlag?

[Dieser Text wurde als Newsletter für die Lernplakate am 4.8.2009 verschickt, wird aber hier schamlos zweitverwertet ]

Diesmal: Ich fasse es nicht: der Shop ist fertig.

So langsam glaube ich, dass Verleger nicht ohne Grund so genannt werden. Dauernd verlege ich die Liste der drängenden Dinge für die Lernplakate und kann sie nachher nicht wiederfinden. Wenn ich irgendwann mal unterfordernde Verlagsroutine erreicht habe, werde ich sofort einen Ratgeber veröffentlichen wie man einen Verlag aufbaut und dabei sein Faxgerät nicht mit Kartons zustellt und sich bei der Zuteilung von EAN-Codes nicht in  hochmusikalischer Zahlenmystik verliert.

Aber auch ohne diese Liste gibt es Neues zu verkünden: Der Lernplakate-Shop ist im Netz. Ich hätte es selbst nicht mehr für möglich gehalten, aber die Seite ist wirklich fertig. Fast. Ich warte noch auf die Freischaltung der Kreditkartenanbieter, die vermutlich gerade alle schwimmend einkaufen sind, die Kreditkarte diskret unter den Badeanzug geschoben. Aber aussuchen, Einkaufswagen ansehen und AGB zustimmen geht schon, kaufen zum Glück auch. Proportionen, Pixel und Funktionen sind hier zu sehen: www.lernplakate.de. An dieser Stelle ein enthusiastisches Dankeschön an die Programmierer von Creations.de. Wie alles im Netz ist es noch nicht ganz fertig und die letzten Girlanden fehlen noch, aber man muss ja auch was vorhaben am Tag.
Apropos neu: es gibt ein neues Gesicht bei den Lernplakaten. Tobias Zervos ist gelernter Mediengestalter und studiert derzeit in Münster Kommunikationswissenschaften im zweiten Semester. Er übernimmt den nicht präzise beschreibbaren Arbeitsbereich von Inga Fischer und versucht, Struktur zu finden oder – falls nicht vorhanden – zu erfinden. Willkommen an Bord, Tobias.

Nach der ganzen Beschäftigung mit Vertriebswegen, Shopsystemen und Großhandelskonditionen ist es Zeit für ein neues Lernplakat. Ich erinnere mich noch an mein hehres Ziel, jedes Jahr mindestens zwei Plakate zu veröffentlichen und das Jahr ist nicht mehr in der ersten Hälfte. Wieder stehe ich da, wo Unternehmer so gerne rumstehen: vor einer Entscheidung. Was mache ich als nächstes? In der engeren Auswahl sind vier Ideen, wovon zwei populärwissenschaftlich sind, eine sehr populärwissenschaftlich bis kurz vor privatfernsehen und eine eher akademisch daherkommt. Diese Entscheidung fühlt sich harmlos an, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Wird der Lernplakate Verlag akademisch oder nicht? Am liebsten würde ich alle Ideen gleichzeitig umsetzen, fürchte aber, dass mir dann ein paar enthemmte Auftraggeber die Fahrradklingel abschrauben und weit ins hohe Gras werfen. Für einen Moment habe ich überlegt, bis zu diesem Verlagsbericht eine Entscheidung in dieser wichtigen Frage zu erzwingen, fand dann aber, dass der Inhalt das Medium macht und nicht umgekehrt. Also gibt es diese spannende Entscheidung beim nächsten Bericht im Oktober. Das kommt jetzt erstmal ganz oben auf die Liste und die leg ich ganz sorgfältig hier oben hin…

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